Obstgut am Kellersee mit Eigenjagd

Objekt ID 14104

 
 

Eckdaten

Wohnfläche:568 m²
Gesamtfläche:568 m²
Grundstuecksfläche:894,152 m²
Anzahl Zimmer:9
Kaufpreis:1,00 €
Lieferung:kurzfristig nach Vereinbarung
  
Courtage:Alle mit dem Ankauf verbundenen Kosten (Käufer- und Verkäuferanteil) sind allein vom Käufer zu tragen. Im Ankaufsfalle hat der Käufer an die Firma Müller-Klug & Krüll Immobilien GmbH & Co. KG eine Courtage in Höhe von 6,25 % des Kaufpreises inklusive gesetzlicher Mehrwertsteuer zu zahlen.

Objektbeschreibung

Das Obstgut Schönborn hat eine Größe von ca. 894.152 m2 und wird in erster Linie als Landwirtschaftlicher Betrieb genutz sowie als Eigenjagd. Die ca. 89,5 ha teilen sich wie folgt auf: ca. 58,5 ha Obstanbau, ca. 26 ha Hof / Wege / Knick / Wiese / Teiche / Brache, ca 5 ha Waldfläche.

Auf dem Grundstück befindet sich folgende Gebäude:

Herrenhaus, bestehend aus einer Wohneinheit mit ca. 568 m2 Wohn-/Nutzfläche, Baujahr ca. 1993, freistehend, eingeschossig, voll unterkellert, ausgebautes Dachgeschoß, 5 Schlafzimmer, 3 Bäder, 2 Kamine, Kachelofen, Bibliothek, hochwertige Einbauten, wunderschöne Sichtachsen zum Kellersee, Schwimmbad, Sauna/Wellness, Weinkeller. Die Grundrisse haben wir dem Exposé beigefügt.

Mitarbeiterhaus, bestehend aus zwei Wohnungen mit ca. 96 m2 und ca. 127 m2 Wohnfläche sowie zwei Garagen, Baujahr ca. 1993, freistehend, eingeschossig, unterkellert, ausgebautes Dachgeschoss.

Wirtschaftsgebäude mit 2 Doppelgaragen, Pferdestall mit 2 Boxen, Hühnerstall, Abstellraum, separates WC, Baujahr ca. 1993, freistehend, eingeschossig, nicht unterkellert, nicht ausgebautes Dachgeschoß.

Alte Lagerhalle, Nutzfläche ca. 585 m2, Vordach als Freilager mit ca. 162 m2 Nutzfläche, Baujahr ca. 1962,

Neue Lagerhallte, Nutzfläche ca. 800 m2 mit Kühlzellen, Sozialräume ca. 94 m2 Nutzfläche, Vordach mit Freilagerbereich mit ca. 404 m2 Nutzfläche, Baujahr ca. 1992, freistehend, eingeschossig, in Teilbereichen zweigeschossig genutzt, nicht unterkellert.

Remise, in drei Bereiche aufgeteilt, Geräte/Abstellraum ca. 294 m2, Schlosserwerkstatt mit ca. 102 m2, Obstwirtschaft mit Spritzmittelraum ca. 245 m2, Gesamtnutzfläche ca. 596 m2., Baujahr ca. 1995, freistehend, eingeschossig, nicht unterkellert.

Gewächshaus im viktorianischen Stil, ca. 41 m2, Baujahr ca. 1993.

Pumpenhaus, Baujahr ca. 1995, freistehend, eingeschossig, nicht unterkellert, Pumpe/Verteiler/Speicher für die Frischwasserversorgung.

Private Kleinkläranlage und Teichanlage.

Ausstattungsbeschreibung

Zur Geschichte des Obstgut Schönborn einen Auszug aus dem Ostholsteiner Anzeiger:

Charlotte und die Äpfel: Für beide hat sich Johannes Vahldiek (1839–1914) ganz offenbar begeistert. Während er die eine geheiratet hat, wurden die anderen von ihm veredelt.

Der geborene Braunschweiger kam 1877 nach Eutin und blieb dort. Vahldiek war Fotograf, Kunstmaler und Züchter von Rosen, Haferpflanzen und Obst. Letzteres tat er mit großem Erfolg, aber er war auch sonst vielseitig interessiert.

In der Kaiserzeit (1871– 1918) gehörte Johannes Vahldiek zu den prägenden Gestalten in Eutin und Umgebung. Man kannte ihn als Mitglied der „Literarischen Gesellschaft“, Befürworter der Einrichtung einer Gedenkstätte für Carl-Maria von Weber und als Mitglied des Ausschusses zum Bau des Kaiser-Wilhelm-Turmes in Fissau. Bereits vor dessen Fertigstellung 1891 hat Vahldiek den Turm in einer Zeichnung verewigt.

Vahldiek muss ein sehr geduldiger Mann gewesen sein, denn die Vermehrung von Apfelbäumen dauert erfahrungsgemäß länger als die von Mäusen, Erbsen oder Fruchtfliegen.
Dennoch ist es ihm gelungen. Aus der Apfelsorte „Cox Orange“, die 1825 von dem Briten Richard Cox gezüchtet wurde und schon bald der beliebteste Apfel Englands war, entwickelte Vahldiek den sogenannten „Holsteiner Cox“. Dessen Verbreitung wurde durch den Eutiner Gartenbauverein gefördert.
„Vahldieks Sämling Nr. 3“ fand schnell weitere Anhänger und wurde später „Holsteiner Cox“ genannt. Der gelb-rote Herbstapfel mit dem intensiven, leicht säuerlichen Geschmack entwickelte sich zu einem Markenzeichen unserer ostholsteinischen Gegend und gehört zu den am häufigsten angebauten Apfelsorten in Schleswig-Holstein. Er wurde und wird noch immer auf dem Obstgut Schönborn, seiner „Geburtsstätte“, angebaut. Außerdem war auf Schönborn das „Pomologische Institut“ angesiedelt, eine apfelkundliche Forschungs- und Ausbildungsstätte. 

1896 verkaufte Vahldiek seinen Besitz.

Lage

Das Obstgut Schönborn liegt am südöstlichen Ufer des Kellersees im Außengebiet der Eutiner Dorfschaft Fissau im Naturpark Holsteinische Schweiz, Kreis Ostholstein, Schleswig-Holstein, Deutschland. Die Landesstraße L 174, Sielbecker Landstraße, teilt das Obstgut in zwei Hälften.

Eutin ist die Kreisstadt des Kreises Ostholstein im Osten Schleswig-Holsteins. Der Kreis Ostholstein hat ca. 17.000 Einwohner.

Der Kellersee liegt nördlich von Eutin im Lauf der Schwentine, ist ca. 560 ha groß, bis zu 27 m tief und liegt ca. 24 m über Normalnull. 

Die Schwentine ist mit 68 km einer der längsten Flüsse Schleswig-Holsteins. Sie entspringt 1,7 km südwestlich des höchsten Punktes des Bundeslandes, des Bungsberges, auf einer Quellwiese nordöstlich des Dorfes Bergfeld (Kasseedorf) und durchfließt die gesamte Holsteinische Schweiz mit zahlreichen großen Seen. Der Fluss fließt durch die Orte Eutin, Bad Malente, Plön, Preetz, Schwentinental (Raisdorf und Klausdorf) und mündet in Kiel zwischen den Stadtteilen Neumühlen-Dietrichsdorf und Wellingdorf in die Kieler Förde.